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Page history last edited by Markus Salzgeber 8 months, 3 weeks ago

Die glückliche Geschichte eines Ruheplatzes

 

                             und

 

Die traurige Geschichte einer Trockenmauer

 

oder: 

 

Wie man vom Staat oder von unseren Regierungen versackührt werden kann!! 

 

In Folge des Artikels (Rarner Blatt vom Dezember 09, Seite 5) in Bezug auf den Mauerfall unter dem Rebberg zwischen der Eingangsstrasse St.German und dem "Alten Weg" veröffentliche ich hier die Etappen, die zum neuesten Entscheid der Gemeinde Raron geführt haben. Wem können wir vertrauen, wenn wir so kaltschnäuzig über's Ohr gehauen werden? Wen vertreten unsere Politiker? (Hier der Link zur Dezemberausgabe des Rarner Blatts)

 

 

Hier eine Chronologie des Briefverkehrs zwischen verschiedenen betroffenen Parteinen: 

 

01-Raron 15. Februar 1980 an Fond Elementarschäden Bern: Der Schaden wird dem Schweizerischen Fonds für Hilfe bei nichtversicherten Elementarschäden in Bern erklärt. 

 

02-Raron 10. März 1980 an Fond Elementarschäden Bern: Zweiter Brief an Bern mit Bestätigung des Schadens und des Betrages.

 

03-Carouge 20. April 1990  an Baudepartement des Kantons Wallis Sitten: Erste schriftliche Rückfrage bezüglich des Wiederaufbaus der Mauer. 

 

04-Sitten 2. Mai 1990 Baudepartement an M. Salzgeber: Erste Antwort aus Sitten: keine Stellungnahme in Bezug auf den Wiederaufbau der Mauer: allerdings auch keine Verneinung der Verantwortlichkeit. 

 

05-Carouge 14. November 1992 an Gemeinde Raron Imboden Beat: Nach erster Begehung: Herr Steiner und Herr Burgener sind von der Dringlichkeit des Wiederaufbaus überzeugt und fordern mich auf, über Beat Imboden an den Staat zu appellieren. (!) Kein Zweifel an der Verantwortlichkeit des Staates und klare Stellungnahme für eine Übernahme der Arbeiten durch das Baudepartement Wallis. (!!) 

 

06-Carouge 05. September 1993 an Baudepartement des Kantons Wallis Sitten: Anflehen meinerseits auf eine schriftliche Stellungnahme, die mir telefonisch zugesagt wurde, umstandslos, ohne den geringsten Einwand! Ein Versprechen, das nicht eingelöst wurde! 

 

07-Sitten 15. September 1993 Baudepartement an M. Salzgeber: "Bei der Ausfùhrung dieses Projektes

muss Ihre Parzelle total expropriiert werden, ..."  Macht man so ein Versprechen, wenn man nicht verantwortlich ist??

 

08-Carouge 10. Februar 1994  an Baudepartement des Kantons Wallis Sitten: Da keine Nachricht aus Sitten, hacke ich nach: wann wird das kleine Projekt ausgeführt, wann wird meine Parzelle expropriiert?  

 

09-Carouge 25. April 1994  an Baudepartement des Kantons Wallis Sitten: Nachfrage: keine Antwort, also was ist los?

 

10-Carouge 26. Februar 1995  an Baudepartement des Kantons Wallis Sitten: Noch eine Nachfrage, da immer noch keine Antwort! Wie kann man den Respekt vor dem Staat behalten??

 

11-Sitten  28. März 1995 Steiner Siegfried an Salzgeber M: "... dass es uns in diesem Jahr leider nicht môglich sein wird, in St. German Arbeiten für die Erstellung einer Mauer vorzunehmen." Würde das Baudepartement so etwas schreiben, wenn es nicht die Absicht hätte, die Mauer aufzubauen? 

 

12-Raron 19.04.95 an Salzgeber M. Anfrage für Terminvorschlag: Gemeindeverwaltung Raron schlägt eine neue Begehung vor. Warum nicht, fragt man sich: es bleibt die Hoffnung auf eine baldige Regelung ... 

 

13-Raron 9.05.95 an Salzgeber M. – Termin mit Steiner Siegfried: Ein Termin mit Herrn Steiner ist festgelegt. Man freut sich: jetzt geht's vorwärts! 

 

Doch dann nichts mehr bis zum Jahr 2000!! Und dies obwohl auch Herr Steiner versprochen hatte, die Sache so schnell wie möglich zu erledigen!

 

14-Sitten  19. Oktober 2000- DVBU an Dienststelle fûr Strassen H. I. Burgener: Jetzt kommt der Hammer: Jetzt heisst es, dass "... ein Kausalzusammenhang zwischen der Schneeablagerung und dem entstandenen Schaden nicht bewiesen werden könne und so eine Haftung des Staates gegenüber dem Parzellen-Eigentümer ausgeschlossen sei. ... "

 

Hat man so eine Frechheit schon einmal gelesen?  

 

Und dann weiter: 

Was nun die Interessen des Herrn Salzgeber anbelangt schlage ich vor,

dass er seine Begehren zu Handen des Departementes schriftlïch formu

lieren sollte und zwar für einen freihändigen Kauf (Expropriationsvertrag).

Sollte Herr SaIzgeber einen vernünftigen Vorschlag unterbreiten, so

könnte das fragliche Grundstück als Massnahme zur Sicherung der unter

der Kantonsstrasse befindlichen Stützmauer käufIich erworben werden.

 

Diesen Vorschlag habe ich dann gemacht:

16-Troinex 25. Oktober 2000- DVBU-Joseph Zimmermann: "... Fr. 3225.- (...) Ich mache also den von Ihnen angedeuteten Vorschlag für einen freihändigen Kauf (Expropriationsvertrag) meines Grundstückes durch das Departement zu dem oben erwähnten Betrag." 

 

17-Sitten 21. Juni 2001- DVBU-Verwaltungs- und Rechtsdienst- an Dienststelle für Strassen-Brig: Alphons Lehner möchte die Sache schnell regeln. Doch dann ...

 

18-Raron, 31.10.01-DVBU-Verwaltungs- und Rechtsdienst-Sitten: Interessante Ausführungen! Ich zitiere hier nur einen Satz: "... Die Abschätzung der Frage, ob die Haftung beim Eigentümer oder beim Schadenverursacher, dem Kanton Wallis, liegt, ist nicht in unserem Ermessen. ..."  

 

Der Rest ist Stille! GLAUBT JEMAND, DASS ICH SEITHER VON SITTEN NICHTS MEHR GEHÖRT HABE???

 

 

Photos: Provisorische Sicherung .... seit 30 Jahren!!! 

 

Sicht aus der Ferne

 

Schon ein bisschen näher

 

 

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